Rechnet sich ein Stromspeicher für die Solaranlage?

Magazin
21.08.2018

Aufgrund der sinkenden Einspeisevergütung in den letzten Jahren lohnt es sich immer weniger, den Strom der ökologisch wertvollen Solaranlage in das öffentliche Netz einzuspeisen. Viel vorteilhafter sind dagegen Stromspeicher, die es möglich machen, den Strom aus der Solaranlage auch zu einem späteren Zeitpunkt im Haushalt zu verbrauchen, wenn die PV-Anlage gerade keine Energie erzeugt. Doch rentiert sich ein Stromspeicher für den Privatverbraucher tatsächlich?

Solarstrom von der eigenen Photovoltaikanlage macht Hausbesitzer unabhängig von steigenden Strompreisen und trägt wesentlich zur Energiewende bei. Besonders nützlich ist der Solarstrom dann, wenn er komplett im Haus verbraucht werden kann. Allerdings produziert eine Solaranlage bei der klassischen Ausrichtung der PV-Anlage nach Süden gerade dann am meisten Strom, wenn die Sonne am kräftigsten scheint, also vor allem mittags. Das überschneidet sich nicht unbedingt mit der Zeit, in der auch stromfressende Geräte wie die Waschmaschine oder der Geschirrspüler laufen.

Solarstrom, der nicht im eigenen Haushalt verbraucht wird, wird direkt in das öffentliche Netz eingespeist, was für viele Solaranlagen-Besitzer aufgrund der sinkenden Einspeisevergütung nicht mehr attraktiv ist. Deshalb steigt die Nachfrage nach Möglichkeiten, den mit Photovoltaik erzeugten Strom zu speichern und ihn bei Bedarf selbst zu nutzen.

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Sinkende Preise machen Stromspeicher erschwinglich

Mit einem Stromspeicher ist es möglich, Solarstrom auch nach Sonnenuntergang zu verwenden. Nachdem die Solarbatterien vor einigen Jahren noch fast unerschwinglich waren, ist die Anschaffung durch sinkende Preise mittlerweile sinnvoll geworden. Für kleine Photovoltaik-Stromspeicher bis zu 10 kWh sind die Kosten seit 2013 um fast 40 Prozent gesunken. Dennoch müssen Interessierte beim Kauf mit 5.000 bis 15.000 Euro Anschaffungskosten rechnen – je nachdem, für welche Kapazität und Technologie sie sich entscheiden.

Welche Stromspeicher gibt es?

Im Wesentlichen unterscheidet man bei Stromspeichern für eine Photovoltaikanlage zwischen Blei- und Lithium-Ionen-Akkus.

Speicher mit Lithium-Ionen-Technologie bringen einige Vorteile mit sich

  • Gefahrlose Chemie: nicht brennbar, giftig oder ätzend
  • Nachhaltige umweltfreundliche Materialien, recyclebar
  • Einfache Transportbedingungen
  • Sie halten ca. 7.000 Ladezyklen aus und damit fast doppelt so viele wie Blei-Akkus
  • Zusätzlich gelten sie ungefähr über 20 Jahre hinweg als praktisch wartungsfrei.
  • Lithium-Ionen-Akkus haben einen wesentlich höheren Wirkungsgrad. Ähnlich verhält es sich bei der Entladetiefe.

Unter Wirkungsgrad versteht der Fachmann das Verhältnis von aufgenommener zu abgegebener Energie. Bei Blei-Akkus liegt er bei etwa 85 Prozent, Lithium-Ionen-Akkus haben einen höheren Wirkungsgrad von ca. 95 Prozent. Die Entladetiefe zeigt an, wie viel Energie der Stromspeicher abgibt: Eine Batterie kann nie zu 100 Prozent entladen werden, denn dadurch würde sie geschädigt. Lithium-Ionen-Akkus entladen sich bis zu 90 Prozent, Blei-Akkus können mit einem Wert von 65 Prozent damit nicht mithalten.

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Darauf sollten Sie beim Kauf des Stromspeichers achten

Neben der Entladetiefe, dem Wirkungsgrad und der Anzahl der Ladezyklen spielt das Speichervolumen beim Kauf eines Stromspeichers eine entscheidende Rolle. Die Kapazität sollte immer am Stromverbrauch und an der Größe der Solaranlage ausgerichtet werden. Generell gilt, pro Kilowatt Photovoltaik-Leistung eine Kilowattstunde Speicher einzurechnen. Aber auch etwas knapper bemessene Solarstromspeicher können die Unabhängigkeit durch eigenen Solarstrom auf mindestens 50 Prozent erhöhen.

Stromspeicher mit Lithium-Ionen-Technologie sind so ausgelegt, dass sie 20 Jahre quasi wartungsfrei arbeiten und damit der Lebensdauer einer Photovoltaikanlage in Nichts nachstehen. Blei-Akkus haben im Gegensatz dazu eine kürzere Lebensdauer.

Alternativen zum Stromspeicher

Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten als Stromspeicher, die gewonnene Energie nachhaltig einzusetzen. Dafür bietet sich zum Beispiel die Nutzung des Solarstroms für die Ladung eines Elektroautos an, das dadurch als mobiler Speicher fungiert. Auch die Verknüpfung der Solaranlage mit modernen Smart-Home-Systemen ermöglicht es, die Sonnenenergie noch effizienter im eigenen Haushalt zu nutzen. Damit können die Haushaltsgeräte auch dann per App gestartet werden, wenn die PV-Anlage den meisten Strom produziert, obwohl man nicht zu Hause ist.

Fazit: Batteriespeicher lohnen sich – oft auch finanziell

Ein Batteriespeicher bringt mehr Unabhängigkeit, Kontrolle und ist ein Investment in einen ökologischeren Zukunftsmarkt. Wie wirtschaftlich er ist, hängt von vielen Faktoren ab: Der Akku selbst muss ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen und das Zusammenspiel zwischen Batteriespeicher, Energieverbrauch und Einspeisevergütung muss aufeinander abgestimmt werden. Wenn das Verhältnis zwischen diesen Faktoren stimmt sparen Sie als Eigenheimbesitzer bares Geld.

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