Die 70 % Regelung. Warum ist mein Wechselrichter auf 70 % der Leistung begrenzt?

Magazin
03.08.2018

Um das Stromnetz vor einer Überbelastung zu bewahren, gibt es die Möglichkeit, durch einen Funk-Rund-Steuerempfänger die Produktion der Solaranlage vom Netzbetreiber bei Bedarf abschalten zu lassen. Als günstigere Alternative kann aber auch der Wechselrichter auf 70 Prozent gedrosselt werden, um ein externes Eingreifen zu vermeiden.

Mit dem EEG (Erneuerbaren-Energien-Gesetz), welches am 29.03.2012 verabschiedet wurde, kam die 70 Prozent Regelung auf den deutschen Solarmarkt. Bis dahin wurde jedem Besitzer einer Solaranlage eine Steuerungseinheit vom Netzbetreiber eingebaut, welche via Funk eine Fremdsteuerung zuließ. Somit war es dem Netzbetreiber möglich, die Solaranlage von außen abzuschalten, sobald ihm eine Netzüberlastung drohte. Solaranlagenbetreiber konnten dementsprechend wesentlich weniger Strom produzieren, als die Solaranlage an Leistung erzeugen würde. Durch den Funkbetrieb wurde aber nicht nur aus fremder Hand entschieden, was mit der PV-Anlage wann passiert, der Funk-Rund-Steuerempfänger kostete obendrein dem Endverbraucher 400 bis 800 Euro.

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Die Alternative zum Funk-Rund Steuerempfänger: Die 70% Regelung

Die 70 Prozent Regelung betrifft den Wechselrichter Ihrer Solaranlage. Wenn Sie sich für diese Alternative entscheiden ist Ihr Wechselrichter von Anfang an, auf 70 Prozent der Nennleistung der Module begrenzt. Somit kann ohne externe Einflussnahme seitens des Netzbetreibers eine Netzüberlastung verhindert werden. Die Regelung ist jedoch begrenzt auf kleine PV-Anlagen mit einer Spitzenleistung von maximal 30 kWp. Der große Vorteil hinter der 70 Prozent Regelung ist, dass der Netzbetreiber nicht mehr in Ihren Solaranlagen-Betrieb eingreifen kann, wie es zuvor der Fall war.

Wie wirkt sich die 70% Regelung auf meine Solaranlage aus?

Zunächst denkt man, dass nur 70 Prozent des produzierten Stroms genutzt werden können und die übrigen 30% verloren gehen. Dem ist aber nicht so. Die Reduzierung der Wechselrichterleistung bei der Solarstromproduktion macht sich nur in den wenigen Spitzen-Sonnenstunden im Jahr bemerkbar. Im Winter kommen die PV-Anlagen bei deutschen Wetterbedingungen in der Regel nicht auf ihre volle Spitzenleistung. Damit lässt sich klar sagen: Die 70 Prozent Regelung macht nur ca. 2-3 Prozent des Jahresertrags aus.

Beispiel an einer nach Süden ausgerichteten Solaranlage

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