Was bei Schnee auf der Solaranlage zu tun ist

Magazin
30.01.2018

Wer eine Solaranlage besitzt, fragt sich bei Schneefall, ob er wohl trotzdem noch Sonnenenergie in seinem Haushalt nutzen kann oder ob er die Solarmodule lieber bald vom Schnee befreien sollte. Oft herrscht Unsicherheit, wie sich Schnee auf Photovoltaik und den zu erzeugenden Solarstrom auswirkt. 

Die Winterzeit mögen Besitzer von Solaranlagen meistens nicht besonders gerne. Während sie über die Sommermonate mittels Photovoltaik eine große Menge Solarstrom ernten konnten, müssen sie im Winter mit Einbußen rechnen: Nicht nur, dass durch die kürzeren Tageslichtphasen ohnehin schon weniger Sonnenstrahlung auf die Erdoberfläche trifft und die Solaranlage weniger Strom produziert. Fällt Schnee auf die Solaranlage, wird der Ertrag zusätzlich durch die eingeschneiten Solarmodule leicht gesenkt.

Schnee und Kälte – und die Solaranlage arbeitet trotzdem

Dabei ist der vermeintliche Energieverlust durch Schnee auf der Solaranlage überhaupt nicht so erheblich, wie man zunächst denken mag. Denn in den dunklen Wintermonaten ist die Stromerzeugung mittels Photovoltaik durch die tiefstehende Sonne sowieso um einiges geringer als im Sommer. Gleichzeitig steigt bei Kälte der Wirkungsgrad von Solarmodulen an, wodurch kleinen Verlusten entgegengewirkt wird.

Gerade nach nur leichtem Schneefall müssen sich Solaranlagen-Besitzer keine Sorgen um Ertragsverluste machen. UV-Strahlen können ohne Probleme eine dünne Schneedecke durchdringen, sodass die Anlage weiterhin Strom erzeugt. Wenn die Schneelast höher ist und über Tage hinweg kein Tauwetter einsetzt, gibt es folgende Möglichkeiten, den Schnee rund um die Solaranlage zu räumen.

Wie kommt der Schnee von den Solarmodulen?

Mit einer Teleskopstange kann vorsichtig der Bereich unterhalb der Solaranlage von Schnee befreit werden. Schnee, der auf den Modulen liegt, rutscht dadurch leichter herunter, vor allem wenn er beginnt zu tauen. Gerade, wenn das Dach einen Neigungswinkel von 30 Grad oder mehr hat, kann sich die Schneelast gut lösen. Das Werkzeug, das mit der Photovoltaikanlage in Berührung kommt, darf keine spitzen oder scharfen Kanten haben, sonst werden die Module schnell beschädigt. Wenn sich auf den Glasoberflächen Eis gebildet hat, führt ein Abkratzen zu starken Beschädigung, was die Funktionsfähigkeit der Solarmodule stark beeinträchtigt. Daher ist es ratsamer, das Eis nicht zu entfernen, der Ertragsverlust ist ohnehin kaum spürbar.

Hausbesitzern wird vom Besteigen des Daches unbedingt abgeraten. In der Vergangenheit ist es dabei immer wieder zu schweren Unfällen gekommen. Auf keinen Fall sollte man sich den Solarmodulen ohne Sicherheitsleine nähern, um ein Abstürzen zu verhindern.

Liegt über einen längeren Zeitraum eine hohe Schneelast auf der Solaranlage, sollten die Besitzer mit einem Fachmann abklären, ob die Räumung des Daches angebracht ist. Denn wird das Gewicht zu hoch, kann sich die Unterkonstruktion der PV-Anlage verformen und das Dach beschädigt werden.

Hauseigentümer sollten bei Schnee vor allem ruhig bleiben und erst einmal abwarten. Meistens ist die Schneedecke auf dem Dach nicht besonders hoch und taut bzw. rutscht nach kurzer Zeit ab. Ist die verschneite Fläche auf den Solarmodulen erst einmal aufgerissen, erwärmen sich diese ohnehin, was zu einem schnelleren Abschmelzen führt. Studien haben ergeben, dass der Ertragsgewinn durch regelmäßiges Schneeräumen verschwindend gering ist. Somit müssen sich Solaranlagen-Besitzer nicht mehr Arbeit machen als unbedingt nötig.

Unsere Solaranlagen-Berater sind für Sie da!

Berater finden
Jetzt kostenfrei informieren
Jetzt kostenfrei informieren
Jetzt kostenfrei informieren

Jetzt kostenfrei informieren