Wie umweltfreundlich ist eine Solaranlage?

Magazin
25.01.2018

Wer Strom mit Photovoltaik erzeugt, möchte damit nicht nur sich selbst, sondern auch der Umwelt Gutes tun. Schließlich spart die Erzeugung von Strom mit einer Solaranlage fossile Brennstoffe ein, und auch der CO2-Ausstoß wird reduziert. Ein Blick auf alle Phasen, die eine Solaranlage durchläuft, zeigt, wie positiv die Ökobilanz letztlich ist. 

Entscheidet sich ein Hauseigentümer für die Montage einer Solaranlage, stecken dahinter neben wirtschaftlichen meist ökologische Beweggründe. Denn durch die Energie der Sonne ist man nicht nur unabhängig von den stetig steigenden Strompreisen der Energielieferanten, sondern trägt auch wesentlich zur Energiewende bei und fördert Erneuerbare Energien. Allein 2016 konnten in Deutschland laut Statista rund 24 Millionen Tonnen CO2 durch den Einsatz von Photovoltaik eingespart werden.

Lange Lebensdauer von Solaranlagen sorgt für gute Ökobilanz

Während ihrer Lebensdauer von mindestens 20 Jahren arbeitet eine Photovoltaikanlage praktisch emissionsfrei, weil bei der Umwandlung von Licht in Strom keinerlei CO2 freigesetzt wird. Das ist ein wesentlicher Aspekt, denn wenn man sich allein die Herstellung ansieht, schneiden Solaranlagen bei der CO2-Bilanz nicht unbedingt gut ab.

Besonders die Verlagerung der Solarzellen-Herstellung nach China führte zunächst zu einem starken Anstieg der CO2-Emissionen und einer Verschlechterung der Klimabilanz. Seit Jahren stammt der Großteil der in Deutschland installierten Solarmodule aus Asien; europäische Produkte können durch höhere Produktionskosten dem Preisdruck nicht standhalten. Durch intensive Forschungen der Wissenschaft und stetige Verbesserung der Produktionsabläufe ist der Ausstoß von Kohlendioxid bei der Herstellung von Solarzellen aber auch in China längst nicht mehr so hoch wie noch vor einigen Jahren.

Eine Solaranlage muss nach der Installation erst einmal einige Zeit Strom produzieren, bis sie so viel Energie erzeugt hat, wie ihre Produktion gekostet hat. Je nach Technologie der Solarzellen ist dieser Zeitraum unterschiedlich lang. Bei kristallinen Solarzellen, für deren Herstellung Silizium verwendet wird, beträgt die Amortisationszeit knapp drei Jahre, wobei sich polykristalline Solarzellen schneller amortisieren als monokristalline. Bei Dünnschichtmodulen geht der Prozess noch schneller. Nach bereits eineinhalb Jahren ist die Energiebilanz ausgeglichen, weil der CO2-Ausstoß bei der Produktion ohnehin nicht so hoch ist. Allerdings rechnen sich Dünnschichtzellen im Vergleich zu kristallinen Solarzellen bei kleineren Dachflächen nicht, da ihr Wirkungsgrad dafür zu gering ist.

Pluspunkt: Recycling der Solarmodule

Ist eine Solaranlage erst einmal installiert, gleicht sie also innerhalb weniger Jahre ihre negative Ökobilanz wieder aus. Produziert die PV-Anlage etwa 30 Jahre lang Strom, holt sie zwischen sechs und 14 Mal so viel Energie herein, wie für ihre Herstellung aufgewendet worden ist.

Ein weiterer Pluspunkt von Solaranlagen ist, dass sie sich zu rund 95 Prozent recyceln lassen und das gewonnene Material für die Produktion neuer Anlagen verwendet werden kann. Lediglich 5 Prozent sind nicht recyclingfähig und müssen entsorgt werden. Das Recycling der Solaranlagen ist erst seit 2012 per Gesetz vorgeschrieben, seitdem aber für Wirtschaft und Umwelt von großem Nutzen. Auch defekte Module sind damit nicht unbrauchbar, sondern lassen sich nach dem Recyceln zu neuen, funktionsfähigen Solaranlagen verbauen.

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